Interview mit Sascha

Woher kommst du?

Ich komme aus der Nähe von Potsdam.

Was hat dich zum Fallschirmsport geführt?

Gute Frage, da muss ich erst mal kurz Nachdenken. Ich hatte mit Anfang 20 das Bedürfnis mal was Außergewöhnliches zu machen.

Ich wollte einfach das Gefühl erleben, wie es ist, wenn man selber springt und ich wollte meine eigenen Grenzen kennenlernen.

Warum hast du dich für eine konventionelle Ausbildung entschieden?

Als der Gedanke in mir aufkam, etwas in der Richtung zu machen, schaute ich mich auf diversen Sprungplätzen rund um Berlin um. Irgendwie schreckten mich aber die Kosten einer AFF- Ausbildung ab. Als ich dann 2007 Chanti kennenlernte und er mir von der Möglichkeit eines Schnuppersprunges in Cottbus erzählte, war ich sofort Feuer und Flamme und nutzte die Möglichkeit, auf die ich lange gewartet hatte.

Wann hast du deine Ausbildung begonnen und beendet?

Meine Ausbildung habe ich im September 2007 begonnen. Da ich im Jahr 2008 beruflich stark eingebunden war, konnte ich meine Ausbildung nicht so fortsetzten, wie ich es wollte. Aber mit Saisonbeginn 2009 nutzte ich jedes Sprungwochenende und die Woche in Magdeburg beim AN-28 Boogie, sodass ich dann endlich im September 2009 meine Lizenz in Empfang nehmen konnte.

Welche positiven Aspekte bietet die Ausbildung in Neuhausen?

Der große Erfahrungsschatz des Ausbildungsleiters ist einfach nicht von der Hand zu weisen. Bei der Ausbildung wird auf jeden individuell eingegangen, je nach Ausbildungsfortschritt und Umsetzungsvermögen. Die Möglichkeit auch außerhalb von Neuhausen zu springen, wenn der Verein auf Veranstaltungen ist, ist auch ein positiver Aspekt. Man wird von jedem freundlich behandelt und man fühlt sich als NEUER sofort wohl.

Welche Verbesserungsvorschläge würdest du machen?

Wir brauchen ganzjährig Sprungwetter in Neuhausen. Wie Ihr das umsetzen wollt, bin ich mal gespannt.

Was hat dir besonders gut in Neuhausen gefallen?

Wieso gefallen hat??? Das familiäre Untereinander, ob nun Vereinsmitglied oder nicht. Ich freu mich immer schon riesig, wenn ich wieder nach Neuhausen fahre.

Was sind deine Gedanken vor dem Start?

Vorsichtig hinsetzen und bloß nicht wieder den Reservepin aus dem Loop schieben. Deprimierendes Gefühl, wenn man 20 Min. mit dem Hilfsschirm der Reserve in der Hand im Flieger sitzt und alle freundlich abgrüßen, bevor sie den Flieger verlassen. Mit dem Flieger landen, macht echt kein Spass.

Welchen Stellenwert nimmt der Sport mittlerweile in deinem Leben ein?

In meinem Terminkalender kleben alle 14 Tage Fallschirmkappen drin, damit mir nichts dazwischen kommt, ich teile die Bewölkung des Himmels in Achtel ein, und schau auf You Tube die neusten Springervideos. Ist die Frage damit beantwortet??? 

Was ist dein Lebensmotto?

Der Wille entscheidet. Wer wagt, gewinnt.

Wo siehst du dich im Fallschirmsport in 5 Jahren?

5 Jahre sind noch ganz schön lange hin. Im Jahr 2010  konzentriere ich mich erstmal auf das Zielspringen und werde die Pink-Boogies in Neuhausen nutzen, um RW-Erfahrungen zu sammeln. Die Teilnahme an dem einen oder anderen Wettkampf kann ich mir durchaus vorstellen. In drei Jahren will ich soweit sein, dass ich mich im Base-Jumping versuche und die Ausbilderlizenz erwerbe.

Welche Ziele hast du?

Die Ausbilderlizenz zu erwerben, um meine Erfahrungen, die ich in diesem Sport gemacht habe, weiter zu geben.

Welcher war dein schönster Sprung?

Eigentlich waren sie bisher alle schön. Wenn ich das jetzt auf einen beschränken muss, dann war es der 1. Heli- Sprung mit Maik und Heiko. Tolles Gefühl, zu dritt auf der Kufe zu stehen und sich einfach nach hinten fallen zu lassen und den Heli zu sehen, wie er immer kleiner wird. Da bin ich bei der Schirmfahrt nach unten schon nicht mehr aus dem Lachen rausgekommen und hatte zwei Stunden später immer noch Dauergrinsen, weil dieses Gefühl bei dem Sprung einfach unbeschreiblich war.

Was war dein tollstes Erlebnis?

Unsere gemeinsame Urlaubswoche in Magdeburg war nen tolles Erlebnis für mich, da ich so was vorher noch nie gemacht hatte.

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